Mimegarda (209)

Tag des offenen Denkmals 2020

Die Markuskapelle zu Münster

Tag des offenen Denkmals 2020

 

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Kunst, Humor und Freundschaft

Neben Kunst und Humor ist die Freundschaft eine ganz wichtige, wesentliche wie auch tragende Säule der Schlaraffen, die nunmehr in der ehemaligen Markuskapelle, der jetzigen Bullenkopp Veste, beheimatet sind.  Wie einstmals die Markusgemeinde im Norden des westfälischen Münster ihre Begegnungen in der Markuskapelle mit Freude und Herzlichkeit begingen, so begehen heute die Sassen Schlaraffias in ihrer Bullenkopp Veste ein stets fröhlich freudiges Treiben im Sinne von Kunst, Humor und Freundschaft.

Was könnte besser geeignet sein als ein historisches Gebäude der Neuzeit wie die hier beschriebene Markuskapelle?

Die Markuskapelle, oder schlaraffisch die Bullenkopp Veste liegt im Norden der westfälischen Universitätsstadt Münster, um genau zu sein im Ortsteil Kinderhaus. Um a.D. 1333 gegründet lag “der kinderen hus” seinerzeit noch vor den Toren von Mimegernaford, zu diesem Zeitpunkt schon als bischöflicher Sitz Monasterium, umgangssprachlichen auch als “Munstre” bekannt.

Uhus Fügung

Als die Markusgemeinde beschloss, die Markuskapelle aufzugeben fügte es Uhu (so spricht der Schlaraffe, wenn er von einer glücklichen Wendung spricht), dass die Schlaraffia Mimegarda als profaner eingetragener Verein dieses architektonische Kleinod in der Westfalenmetropole käuflich erwerben konnte. Im Jahre 2008, Anno Uhui 149 nach schlaraffischer Zeitrechnung, war es dann soweit: die Schlaraffia Mimegarda zog nach der Burgweihe in die neu entstandene Bullenkopp Veste ein:

Thron der Schlaraffia Mimegarda (209)

Thron der Schlaraffia Mimegarda (209)

Aus der Markuskapelle war eine richtige Burg für Ritter, Junker und Knappen geworden. Mit Bedacht und Fürsorge haben sich viele Freunde der Schlaraffia aus Nah und Fern an die Aufgaben gemacht, den einst heiligen Ort zu einem neuen Ort der Freundschaft und Begegnung umzugestalten. So wurde aus dem Altarbereich der “Thron der Oberschlaraffen”. Damit der “hohe Thron” für die Sassenschaft Schlaraffias (die Mitglieder der Schlaraffia) besser aussehen kann, gibt es im Hintergrund ein wunderbares, buntes Fenster. In den Wintermonaten, der schlaraffischen Winterung, in welcher das Treiben der Schlaraffen seinen Höhepunkt hat, wurde hierfür extra durch unseren Ritter See-Lux von außen eine Beleuchtung angebracht, die das ehemalige Kirchenfenster auch bei Dunkelheit strahlend bunt leuchten lässt. Einem besonderen Zauber liegt aber dem Sonnenschein inne, wenn er die Fenster zum Funkeln bringt.

Von der Orgelempore, die ebenfalls ein kleinen musikalischen Schatz beherbergt, hat man einen wundervollen Blick in die ehemalige Markuskapelle: Die Umwandlung des schlichten Kirchenraumes in den etwas prunkvolleren Rittersaal lädt zum Träumen ein, verziert von der besonderen Deckenarchitektur und den bunten Seitenfenstern.

Die Ott-Orgel

Rittersaal der Schlaraffia Mimegarda (209)

Rittersaal der Schlaraffia Mimegarda (209)

Der Blick vom schlaraffischen Thron indes ist nicht weit weniger besonders, denn von hier hat man einen Blick in den Rittersaal, zur Orgelempore wie auch zur Ott-Orgel, auf die wir Schlaraffen, insbesondere aber die Schlaraffia Mimegarda besonders stolz ist. Die Ott-Orgel wird dabei nicht nur zu besonderen Anlässen gespielt, sondern so oft wie möglich entlocken viele Freunde, wie unser Ritter Prinzipal oder der Ritter Don Allegrotto diesem Instrument die Töne. Wenn die vermeintlich kleine Ott-Orgel aber zu unserer größten Feier, “dem gar feyerlichen Ritterschlagen” erklingt und zudem der prall gefüllte Rittersaal gemeinsam das “Lied vom Ideal” anstimmt und aus mannigfaltigen Männerkehlen die Strophen gesungen werden, wird diese kleine Orgel ganz groß und die Burgmauern erzittern vor Ehrfurcht.

Doch es ist Corona-Zeit, die Burg liegt nunmehr ruhig im Münsterland, doch bald öffnet sie wieder das Burgtor für die Sassen Schlaraffias, für Freunde aus Nah und Fern und auch für die, die diese Besonderheit westfälisch münsteraner Architektur bestaunen möchten. Und wer weiß: vielleicht berühren Uhus Schwingen den erstaunten Profanen…

 

 

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